Turley Barracks

Die Turley Barracks im Mannheimer Herzogenried wurden zwischen 1899 und 1901 unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Kaserne errichtet. Nach 1945 wurden die Sandsteingebäude von der US-Armee genutzt und beheimateten bis zu ihrer endgültigen Räumung im Jahre 2007 vorwiegend Transporteinheiten. Das 13 ha große Gelände verfügte daher über große Freiflächen und umfangreiche Wartungs- und Reparatureinrichtungen. Verkehrsgünstig an der Friedrich-Ebert-Straße gelegen ist einen direkter Zugang zu mehreren Autobahnen gegeben. Ab 1994 bis 2005 wurden die Turley Barracks auch von der University of Maryland als Hochschulcampus genutzt. Die zeitweise 150 Studenten (vorwiegend Kinder von US-Soldaten) konnten dort vollwertige Hochschulabschlüsse erwerben.

Die Auflösung der Turley Barracks ist Teil der von der US-Army „Transformation“ genannten Umstrukturierung ihrer Streitkräfte in Europa. Sämtliche Soldaten und Zivilangestellte sollen bis 2015 aus Mannheim abgezogen und die Kasernen an die deutschen Behörden zurückgegeben werden. In Mannheim wird dadurch eine Fläche frei, die rund 3,5 Prozent der gesamten Gemarkungsfläche der Stadt entspricht. Im Juli 2010 richtete die Stadt Mannheim eine Geschäftsstelle „Konversion“ ein, die die Überführung in eine zivile Nutzung koordinieren soll. Für die Turley Barracks ist vorgesehen, einen Nutzungsmix mit Wohnungen, Gewerbe, Bildungseinrichtungen und Gastronomiebetrieben zu etablieren. Die denkmalgeschützen Gebäude inklusive des Exerzierplatzes sollen erhalten, ein neuer Park eingerichtet werden.

Die WFM hatte im März 2013 Gelegenheit, auf dem Gelände der Turley Barracks zu fotografieren, zu einem Zeitpunkt, als die Hinterlassenschaft noch nahezu unverändert war. Alle hier gezeigten Bilder wurden am 23. März 2013 aufgenommen.

https://www.mannheim.de/stadt-gestalten/konversion-mannheim-0
http://de.wikipedia.org/wiki/US-Garnison_Mannheim

Alle Bildrechte befinden sich bei den jeweiligen Autoren. Die Nutzung oder Weiterverwendung der Fotografien ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors gestattet.

Matthias Beckmann


Bernd Eggert


Thomas Fries


Kirsten Heinrich


Manfred Hofmann


Bernhard Jäcker


Peter Kuhn


Olaf Lahr


Johannes Mattern


Ralf Moser


Udo Pagga